Engadin Art Talks: Trajal Harrell, Wu Tsang und Tosh Basco im Gespräch

Für die Engadin Art Talks sprachen Wu Tsang und Tosh Basco mit dem Kurator Hans-Ulrich Obrist und Trajal Harrell mit Daniel Baumann, Direktor der Kunsthalle Zürich, über ihre derzeitigen künstlerischen Projekte. Mit freundlicher Genehmigung der E.A.T. veröffentlichen wir an dieser Stelle die Aufzeichnungen der beiden Gespräche.


Das Motto der diesjährigen Engadin Art Talks lautete «Longue Durée», was sich nicht nur in der Streamdauer von zwölf Stunden wiederspiegelte, sondern bisweilen auch in den Themen, die in den Interviews verhandelt wurden. So sprachen Wu Tsang und Tosh Basco mit Hans-Ulrich Obrist unter anderem darüber, was es für sie bedeutet, ihre künstlerische Praxis in eine Repertoirelogik zu überführen; oder über das auf viele Jahre angelegtes kollaborative Projekt Moved by the Motion, gemeinsam mit Künstler*innen wie Josh Johnson, Asma Maroof, Patrick Belaga oder Fred Moten. Moved by the Motion's neueste Arbeit Orpheus hätte eigentlich im Januar in der Schiffbau-Box Premiere feiern sollen, wurde aber auf die Spielzeit 2021/2022 verschoben. Inhalte der Inszenierung und Moved by the Motion's Pläne für Moby Dick, ein Filmprojekt, das auch kommende Spielzeit zur Premiere kommen wird, ​sind ebenfalls Themen des Gesprächs.


Trajal Harrell eröffnete mit der Uraufführung von The Köln Concert die Spielzeit 2020/2021 des Schauspielhaus. Es schien für wenige Tage, als sei alles (fast) normal: ein gut gefüllter Pfauen, gemeinschaftsstiftende Bühnenerfahrungen und ein persönlicher Austausch davor oder danach waren im September 2020 tatsächlich für kurze Zeit möglich. Im Gespräch mit Daniel Baumann, dem Direktor der Kunsthalle Zürich, spricht Trajal Harrell über ebendiese Gemeinschaftlichkeit oder das derzeitige Fehlen derselbigen und über seine neue Inszenierung The Deathbed of Katherine Dunham. Diese hätte bereits letzte Spielzeit, in einer Kooperation zwischen dem Schauspielhaus und der Kunsthalle Zürich, gezeigt werden sollen und wird nun hoffentlich, endlich Ende März zur Aufführung kommen.