Der Mensch
erscheint im Holozän

© Eike Walkenhorst

Wiederaufnahme:

Ein Visual Poem nach Max Frisch
Inszenierung: Alexander Giesche

 

Eingeladen zum 57. Berliner Theatertreffen
3sat-Preisträger
Nestroy-Preisträger: beste deutschsprachige Aufführung

Da rutscht ein Berg ab und ein Mensch verliert sein Gedächtnis. So die reduzierte Rahmenhandlung der Erzählung Max Frischs, die vor 40 Jahren erschienen ist. Der Protagonist Herr Geiser und der Berg driften sanft ins Vergessen. Die Katastrophe dauert und es gibt Schönes in ihr. Unter einem fast zärtlichen Blick verschwindet der Mensch und Demenzkranke Herr Geiser in der Erzählung – und statt der Erdmassen erodiert hier langsam ein Selbst. Die Inszenierung Alexander Giesches, die sich in ihrer Ästhetik zwischen Virtuellem und Analogem, zwischen Simulation und allzu Realem bewegt, macht die Schönheit in der Katastrophe und ihre Potenziale zur Heilung spürbar. Und stellt die Frage, ob das Erkennen der eigenen Endlichkeit nicht auch einen Neuanfang erleichtern kann.

 

«Das Wort Klimawandel fällt kein einziges Mal und doch wird deutlich, wie fragil unser Planet und unsere Leben sind. Es ist ein stiller, melancholischer und doch bildgewaltiger Abend.» Karin Cerny, Profil (Jury Nestroy, Wiener Theaterpreis)

«Die Parabel übers Vergessen und Vergehen, Alexander Giesche hat sie in trostlos-traumschöne Bilder übersetzt.» (St. Galler Tagblatt, 25.1.2020)

«Irgendwann passen sich die zuckenden Tropfen an und es scheint, als würden sie mit dem Beat tanzen. Einbildung, hervorgerufen durch mein Gefesselt-sein an das Geschehen? Vielleicht. Vielleicht aber eher ein Beweis für die technische Perfektion, die in dieser Arbeit steckt.» (Julius Fintelmann, 26.1.2020)

«Das Doppel Pfamatter und Reichert spielt sich die Geiser-Gedanken und «Holozän»-Motive zu wie Bälle eines bittersüssen Spiels, das man nicht gewinnen kann.» (Tages Anzeiger, 24.1.2020)

«Theater als ein in alle Interpretationsräume offenes Sinnenmedium... Giesches Konfrontation ist wegweisend für eine ästhetische Neuorientierung des Hauses. Das Bekannte wird transformiert für ein zukünftiges Theater, das den Blick auf die unbekannte Welt neu justieren soll.» (NZZ, 24.1.2020)

Inszenierung
Alexander Giesche
Bühne
Nadia Fistarol
Video
Luis August Krawen
Kostüme
Felix Lübkemann
Komposition
Ludwig Abraham
Licht
Frank Bittermann
Dramaturgie
Joshua Wicke
Alle Beteiligten anzeigen
Audience Development
Philine Erni
Theaterpädagogik
Patrick Oes
Theaterpädagogische Assistenz
Nadir Ak
Kostümbildassistenz
Ulf Brauner
Bühnenbildassistenz
Marie Hartung
Produktionsassistenz
Natascha Zander
Kinderstatist*innen
Benjamin Bubica, Rosa Curi, Alexia Finocchiaro-Piu, Julia Kalberer, Matti Kramer, Cara Stäger
Weniger Beteiligte anzeigen

Unterstützt von Ars Rhenia
Mit Dank an Stone Island

Da wir wegen der Pandemie bis auf Weiteres leider auf Live-Einführungen verzichten müssen, bieten wir Ihnen auf wir auf den jeweiligen Stückseiten sowie auf unserem Soundcloud-Account Audio-Einführungen an.

Einführung: Joshua Wicke, Dramaturgie
00:00
00:00
Daten
Fr 04.12. 20:00 - 21:50 Pfauen
Ausverkauft04Zum Kalender hinzufügen
Sa 05.12. 20:00 - 21:50 Pfauen
Ausverkauft05Zum Kalender hinzufügen
Mo 07.12. 20:00 - 21:50 Pfauen
Tickets07Zum Kalender hinzufügen

Bildergalerie & Videos